Heimweg (Kopfkino)

Ängstlich gehe ich durch die dunklen Straßen. Meine Pumps klicken hell auf dem Asphalt während der kühle Abendwind um meine nackten Beine weht. Früher hatte ich nie Angst in der Dunkelheit durch die Straßen zu laufen … früher als ich noch ein Mann war … aber jetzt als Frau habe ich doch ein flaues Gefühl im Magen.

Ich liebe es es als Frau zu leben … eine Frau sein … und möchte dies für nichts auf der Welt wieder ändern … aber es gibt auch ein paar Dinge die ich von meinem alten privilegierten Leben als Mann vermisse.

So wie jetzt zum Beispiel … alleine im Dunkeln durch die Straßen laufen, während ich nur einen knielangen Rock und ein Top trage in denen sich meine Brüste abzeichnen. Ich hätte das Angebot von Hannes annehmen sollen mich heimzubringen statt die U-Bahn zu nehmen … aber wäre das nicht gleichzeitig eine Einladung für mehr gewesen?

Kaum war ich aus der U-Bahn raus kramte ich meinen Haustürschlüssel aus meiner Handtasche und halte ihn fest in der Hand. Ich schließe die Haustür auf und achte darauf dass sie wieder ins Schloss fällt.

In meiner Wohnung ziehe ich mich aus und schminke ich mich ab. Ich schreibe Hannes, dass ich gut heimgekommen bin und gehe ins Bett … nun wünschte ich noch mehr ich hätte mich von ihm heimbringen lassen …

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